Das Beste für die Welt: der Beste sein, der man sein kann

Written by Tamme on Februar 20, 2021 in Fehler and Freimaurerei and Gedanken and Spiritualität with no comments.

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Die fordert uns permanent auf, an uns als zu arbeiten. Es geht bei der Freimaurerei um nichts anderes, als ‚aus guten Männern bessere zu machen‘. Freimaurerei ist dabei jedoch nicht etwas in der Zukunft Verankertes. Etwas nur auf das Morgen gerichtetes. Sondern die Freimaurerei ist etwas, was sich auf den aktuellen Moment, auf das Hier und Jetzt fokussiert. In der Freimaurerei wird niemand gesagt bekommen ‚lerne dieses und jenes und Du wirst ‘.

Sondern Freimaurerei fordert uns auf, der beste Mensch zu sein, der wir sein können. Jetzt. Sie erwartet nicht, dass wir mehr sind. Das wir Anleihen aus der Zukunft machen. Sondern nur, dass wir der beste Mensch sind, der wir jetzt sein können. Was den eben geschilderten Entwicklungsgedanken bereits impliziert. Denn niemand wird ernsthaft von sich behaupten, perfekt zu sein. Keine zu machen.

Wir alle machen Fehler. Und manchen dieser Fehler bereuen wir im Rückblick und können, hoffentlich, aus ihm lernen. Jetzt. Für den gegenwärtigen Moment.

Schuldgefühle jedoch, etwa darüber, den Fehler gemacht zu haben, sind lähmend. Sie hindern und, im Hier und Jetzt zu leben. Im Hier und Jetzt der beste Mensch zu sein, der wir jetzt sein können. Denn sie halten uns in der nicht zu ändernden Vergangenheit fest. Vernebeln uns dadurch den klaren Blick auf den gegenwärtigen Moment.

Dies gilt auch für die Fehler Anderer:

Komplett frei sein heisst, vergeben zu können.

Sowohl sich selbst als auch Anderen.

In 25, Absatz 7 wird dies in gesteigerter Form ausgedrückt.

Indem diese ‚Hoffnung auf Vergebung‘ als Gebet an Gott gerichtet wird:

‚Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen, gedenke aber meiner nach deiner Barmherzigkeit, HERR, um deiner Güte willen!‘

Freimaurerei erlaubt und erwartet von uns: Anderen UND uns selbst vergeben (können). Gütig, barmherzig, wohlwollend. Um im Hier und Jetzt, im gegenwärtigen Moment FREI zu sein.

Sich und anderen vergeben heisst jedoch nicht, arrogant die eigenen Fehler zu ignorieren oder Fehler als Teil der eigenen zu akzeptieren.

Mit einem solchen blinden Fleck wären wir sicher nicht der beste Mensch, der wir sein könnten.

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